Daydreaming. Nightthinking. [entries|archive|friends|userinfo]
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"last updated 99 weeks ago"... [May. 20th, 2009|05:13 pm]
... heißt mich mein eigenes Benutzerprofil willkommen. 99 Wochen der inneren Emigration, des intellektuellen Verfalls und der Apathie. Ich habe damals das Schriftliche aufgegeben, ohne das Mündliche zu entdecken- sprachlos ließ ich Kugeln (Snooker) und Karten (Poker) das vermitteln, das zu äußern ich nicht fähig war. Aber was?
Die Nachdenklichkeit ist - wenn auch zeitweise unterdrückt - geblieben, das Fragen muß weiter gehen, die kindliche Neugier bewahrt oder - eher - zurück-geholt werden.
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Well. Ja. [Jun. 26th, 2007|03:10 pm]
[music |The Smiths - Ask]

Ich lebe noch und tue, was ich immer tue.



i like the simplicity of this song...the almost childish retelling contrasting with the harsh guitars and scratchy vocals....
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(no subject) [Mar. 25th, 2007|07:58 pm]
Und wieder so ein Lied, das im Grunde alle anderen überflüßig macht: 


And so it is
Just like you said it would be
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(no subject) [Feb. 25th, 2007|10:34 pm]

Manchmal, wenn ich meinen Bart zwirbelnd vor dem Laptop sitze, in den üblichen Gedanken schweife und ein Joghurt esse, wähne ich den Mittelpunkt des Weltgeschehens hier bei mir. 



Ohne dich - kommt der Komet oder kommt er zu spät, frag nicht
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(no subject) [Feb. 18th, 2007|06:31 pm]
Das Gute am Gehen im Gegenwind: man kann sich einreden, daß er es ist, der einem Tränen in die Augen treibt.
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(no subject) [Feb. 12th, 2007|08:31 pm]


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metropolitan back-lash [Feb. 12th, 2007|08:01 pm]
Man sollte Wien nicht für längere Zeit als eine Woche verlassen, andernfalls ist der metropolitan back-lash bei der Rückkehr zu gewaltig.
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(no subject) [Feb. 10th, 2007|11:44 pm]
Was ich jetzt am liebsten täte: etwas abschreiben, irgendeinen Text. Egal was. Eine Gebrauchsanweisung. Ein beliebiges Buch. Einen Gesetzestext. Die Zeitung von heute.


Sicherheit finden in monoton-stupider Betätigung.



Warum tue ich es nicht?
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(no subject) [Feb. 4th, 2007|12:32 pm]
Des einen oder anderen Rückfalls zum Trutze (ein Rück-Fall nur halb so schlimm, wenn jemand zum Auffang bereit steht) denke ich, daß die Zeit der großen (Selbst-)Reflexion im Sinne eines täglich Stunden einnehmenden Grübelns vorbei ist. Ob es für mich ein Bloggen abseits dessen geben kann, weiß ich noch nicht.  
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Frankl nicht vergessen... [Dec. 24th, 2006|11:59 am]
[music |Reinhard Mey - Verzeih]

"Ich vergebe dir" ist im besten Falle ein Versuch und, selbst wenn gut gemeint, zumeist nichts als ein kurzfristiger Betrug unserer selbst bzw. eine wohlwollende Irreführung anderer. Denn oft versuchen wir zu früh, dem anderen zu "vergeben", in dem wir zu ihm sagen: "Es ist gut", und "Jetzt hör auf damit". Solange uns eine wirkliche Verletzung weh tut und schmerzt, sollten wir nicht so schnell von Vergebung sprechen, weil wir nicht die Kraft haben, es durchzuhalten. Wenn wir dem anderen wirklich zutrauen, dass er Einsicht und guten Willen besitzt, sollten wir eher versuchen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einander zu sagen, wie weh etwas getan hat und warum ein unbedachtes Wort, eine Nachlässigkeit, vielleicht auch eine gezielt geplante Grausamkeit, so sehr geschmerzt hat. Solange Wunden nicht geheilt sind, verfügen wir nicht über die Weitherzigkeit, die zur Vergebung nötig ist."

Ich denke, das ist richtig.


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(no subject) [Dec. 23rd, 2006|11:20 am]
Manchmal hatte er schon Recht: "Christentum ist Platonismus für das Volk" (Friedl Nietzsche).

Abseits dieser Erkenntnis gäbe es vieles zu berichten von den letzten Wochen, aber wahrscheinlich ist es genau diese Tatsache, die mich stutzen läßt, wollte ich hier doch immer nur er-zählen und nichts oder niemanden be-richt(ig)en... 
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Freundschaft, wie ich sie (auch) meine: [Dec. 3rd, 2006|04:48 pm]
Wochen- oder monatelang kein Kontakt, dann eine Meldung beim anderen, die diesen mehr erfreut als ein allwöchentliches Treffen- diese Meldung inclusive der Antwort ohne gegenseitig geheuchelte Bestürzung darüber, wie es möglich sein konnte, einander für derart lange Zeit aus den Augen zu verlieren. Aus den Augen, aus dem Sinn? Vielleicht, aber nicht aus den Sinnen - daher raus aus diesem Irrbild, Rufzeichen.
 
Kein Kontakt über Monate, dann bei einem Treffen den Erzählungen des anderen lauschen und die eigenen dazu mengen (aber bitte nicht "zum Besten geben"). Seht, wie die Wüste lebt. Und dann geht jeder wieder seines Weges.
 
Was ist der Reiz daran? Unverbindlichkeit, keine Verantwortung und von der Pflicht entbunden zu sein, Freundschaften zu pflegen? - Damit bin ich nicht einverstanden. Worum es geht, ist etwas anderes. Ritualisierung tötet. Und Ritualisierung in immer kleineren Zeitintervallen tötet absolut.   
 


keine Zeit zum traurig sein
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legere, scribere... [Nov. 27th, 2006|05:27 pm]
... und ab heute auch wieder: corpori vacare
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Das Nahe rührt (sich und) uns nicht mehr? [Nov. 26th, 2006|11:17 am]
[music |Oasis - Stop Crying Your Heart Out]

Robert Menasse schreibt im aktuellen Presse-Spectrum von Sucht als Kreuzung zwischen Seuche und Suchen und obwohl seine Dialektik anstrengend, sein politischer Anspruch dümmlich und seine soziale Sicht verquer ist (hach, wie schön Dreiklänge doch immer anmuten), mag ich ihn und sein Schreiben, zumal er mit "Erklär mir Österreich" mein Landes-Bild nicht nur nachhaltig geprägt, sondern meiner Meinung nach überhaupt die beste Befundlage über dieses komische Land abgeliefert hat. 



Das Problem all unserer gesellschaftlichen Techniken, das Leid zu betäuben, das unser gesellschaftliches Leben produziert, ist, dass als Kollateralschaden auch unsere Gabe, Mitleid empfinden zu können, beschädigt wird. Es wird durch Sentimentalität und Rührseligkeit ersetzt, denn irgendein Ventil brauchen wir immer. Menschen, die nicht unser Glück hatten, werden wie etwas Unappetitliches gemieden, obwohl sie doch nur denselben Appetit auf das Leben haben wie wir. Asylsuchende etwa, Menschen also, deren Sucht wirklich reines Suchen ist, aber die meisten verstehen das nicht, die für Opfer in fernen Weltgegenden selbstverständlich spenden, von Fernsehbildern sentimental berührt. Fern-seh-bilder, die nahen rühren sie nicht. Im eigenen Haus wollen sie nur ihre Kitschbilder aufhängen, unter denen sie dann sitzen und nicht verstehen, warum es so unbehaust ist.
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(no subject) [Nov. 17th, 2006|02:35 pm]
[music |The Beautiful South - Final Spark]

Ich denke, ich habe die Folge gefunden: Zweitstudium.
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Gefühlsreife? [Nov. 16th, 2006|12:55 am]
[music |Led Zeppelin - Stairway To Heaven]

"Gefühlsreife" - gibt es das? Geprägt wurde der Begriff vom Vatikan, der in einem Papier Homosexuellen einen Mangel an ebendieser attestiert. Taugt der Begriff aber auch für einen Erkenntnisprozeß, an dessen Ende man mit sich selbst im Reinen ist und seine Gefühle ohne schlechtes Gewissen ausleben kann? Ich denke nicht; worum es geht, ist etwas anderes. Gefühle sind automatische Konsequenzen der vorausgegangenen Schlußfolgerungen unseres Verstandes - es sind diese Schlußfolgerungen, die falsch sein können, nicht die Gefühle. Der Verstand kann reifen, indem er sukzessive den Ursachen für vorhandene illogische Denkmuster, Widersprüche und Inkonsistenzen auf den Grund geht und sich dabei eines auf Logik gestützten Ableitungs- und Denkprozesses bedient, der von strikter Übereinstimmung mit der Realität und den Erfordernissen menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit geprägt ist.

Unterschiedliche Gefühle resultieren nicht aus differenter genetischer Disposition öä, sondern aus unterschiedlicher Bewertung (Emotionen als Bewußtseinszustände mit körperlichen Begleiterscheinungen, basierend auf intellektuellen Ursachen). Den Sozialisten übermannt ein anderes Gefühl bei Sichtung eines Karl-Marx-Portraits als den Liberalen, weil er das durch die Person repräsentierte Werte- und Herrschafts-System anders be-wertet - und nicht weil das Portrait per se (ohne zwischen geschalteten intellektuellen Prozeß) die Macht hätte, ein Gefühl zu erzeugen.

Bei jedem Widerspruch zwischen Gefühl und Vernunft gilt daher: überprüfe Deine Prämissen, die Dich fühlen lassen, wie Du fühlst. Verdamme Dich nicht Deiner Gefühle wegen- aber verdamme Dich Deiner Weigerung, fokussiert zu denken und der Entscheidung wegen, die vermeintlich einfachere, bequemere Alternative zu wählen: das Gefühl als höchstes Absolutum anzusehen und zu erwarten, daß die Realität sich Deiner Gefühlswelt anpaßt. A ist A und bleibt A, so sehr wir uns auch wünschen, es möge sich in B verwandeln. Die Welt da draußen existiert unabhängig von unserer Welt da drinnen. Und so verbirgt sich hinter der einfacheren, bequemen Alternative in Wirklichkeit nichts anderes als der Königsweg in die Hölle ("stairway to hell"). 

"Why do they always teach us that it's easy and evil to do what we want and that we need discipline to restrain ourselves? It's the hardest thing in the world – to do what we want. And it takes the greatest kind of courage. I mean, what we really want."-- A.R.
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Tja. [Nov. 14th, 2006|07:05 pm]

Flaubert's Entschluss zum Jurastudium (1839):
»Ich werde auf alle Fälle Jura studieren, ich werde meine Zulassung als Anwalt erlangen und sogar meinen Doktor machen, um ein Jahr länger bummeln zu können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich niemals plädieren werde, es sei denn, es handle sich darum, einen sehr berühmten Verbrecher zu verteidigen oder um eine entsetzliche Untat.« [29]

Flaubert als Jurastudent (1842):
»[...] die Rechtswissenschaften bringen mich um, verblöden und lähmen mich, es ist mir unmöglich, dafür zu arbeiten. Wenn ich drei Stunden meine Nase in das Gesetzbuch gesteckt habe, während derer ich nichts begriffen habe, ist es mir unmöglich, noch weiter fortzufahren: ich würde sonst Selbstmord begehen [...]. Am nächsten Tag muss ich mit dem wieder anfangen, was ich am Tag vorher gemacht habe, und in diesem Tempo kommt man kaum vorwärts. Wie ein Schwimmer in starker Strömung mag ich einen noch so kräftigen Stoß machen, die Schnelligkeit der Strömung bringt mich um zwei zurück, so dass ich noch unterhalb meines Ausgangspunkts lande.« [30]

»Das Studium der Rechte verbittert meinen Charakter im höchsten Maße: ich knurre unaufhörlich, wettere, murre und brumme sogar gegen mich selbst und auch wenn ich ganz allein bin. Vorgestern abend hätte ich hundert Francs (die ich nicht besaß) darum gegeben, wenn ich irgend jemand eine Tracht Prügel hätte verabreichen können.« [31]

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(no subject) [Nov. 13th, 2006|08:21 pm]
"Worum es geht, ist" oder "In Wirklichkeit" - so oder ähnlich beginnt wohl der erste Satz meines Buches, das zu schreiben ich vor acht Jahren beschloß. Aber noch habe ich die Hoffnung, dafür keinen Verleger zu finden, nicht aufgegeben. Mit ungefähr 16 muß es gewesen sein, daß ich den ersten Einfall für einen Titel hatte: "Im Sog der Gegenstromanlage - Ein Leben im conjunctivus irrealis". Der Name wurde mir für einige Jahre Programm, wie man so schön sagt. Jetzt, nachdem der indicativus aus der Pandora Büchse entsprungen, bin ich mir nicht mehr sicher, ob er noch greift. Worum es geht, ist auf jeden Fall ein Buch über Bilder, ein Bilder-Buch. Und derer gibt es viele. 

Erst heute beim Heimgehen von der U-Bahn-Station. Den Bus sein lassend, was er ist: ein Verrückungsmittel (ich aber wollte im Bild bleiben). Der einsetzende Schnürlregen säumte die menschenleere Straße, entlang der Schrebergärten. Kurz entsinne ich mich meines Kurzstockregenschirmes, den ins Überkopffach meines Rucksackes ich gesteckt - nein. An der Kreuzung nebst der Tankstelle dann sehe ich schon von weitem eine Person stehen. Sie quert die Straße nicht, läßt die Grünphase reaktionslos verstreichen, in einer Position verharrend, die mich an das Titelbild meines Latein-Lehrbuchs erinnert. Ertappe ich mich dabei, daß das Schritt-Tempo ich verringere, um Stehzeit mit ihm zu teilen, der er auf etwas zu warten scheint? Und ja: er schien wirklich, starr-leuchtende Augen er-hellten mich; sein Starrsinn aber keineswegs durch- oder auf-dringlich, sondern an-stiftend (aber wozu?). Der Regen hatte in den letzten Minuten an Intensität zugenommen, die Kleider meines Ampelkollegen trieften. Ich sehe mich nach meinem Regenschirm greifen und es ist in diesem Moment, daß er endlich die Straße über-setzt. Ich folge ihm, ohne darauf zu achten, ob der Verkehr es zuläßt. Der Schirm - er dient mir als Metronom, um Schritt zu halten. 



Die Leere zumuten, unmöglich sie zu pflücken.
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Zeit der Wahrheit [Nov. 10th, 2006|12:56 am]
Der letzte Eintrag im handschriftlichen Kalender am 30. Juli, der letzte im handschriftlichen Diarium gar vom 17. Juni datierend. Tatsächlich scheint die Zeit still zu stehen- oder bin vielmehr ich es, der still steht, während die Zeit, der "Mutter Wahrheit" (als welche sie anzuerkennen ich mich weigere), in den letzten Monaten keinen Stein auf dem anderen ließ? 



Cursed missed opportunities
Am I a part of the cure?
Or am I part of the disease
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drugs, drugs, drugs [Nov. 3rd, 2006|01:43 pm]
[music |Wohlstandskinder - Der Staat ist nett]

Und ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, dass all "meine" coolen Songs der letzten Zeit von Drogen handeln sollen...



- Everlong
It's possible that this song is about the drug addictions and bad habits of the late Kurt Cobain, who was in Nirvana with Foo Fighter Dave Grohl



- Who Knew:

Pink in the London Daily Mail May 26th 2006 said this song is about losing a loved one to drugs


- Wish You Were Here

This song is definitely about Syd Barrett. Roger Waters wrote a poem or ballad about Syd Barrett's departure from Pink Floyd. In fact, the whole album was written about Syd Barrett's descent into insanity. Syd Barrett showed up at the stuio while Pink Floyd was recording this song, and no one in the band recognized him because of his total change of appearance due to drug issues.

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